Malteser - Beschreibung

Ein liebenswerter Zwerg

Kleiner süßer Malteser in blauem Handtuch - © kimrawicz / stock.adobe.com / #116807221

Allgemeines Erscheinungsbild

Beim Malteser handelt es sich um eine sehr kleine Hunderasse mit einer durchschnittlichen Widerristhöhe von 25 Zentimetern mit einem Gewicht beträgt ungefähr vier Kilogramm. Rüden neigen mitunter zu einem höheren Gewicht. Ein besonderer Hingucker ist das schneeweiße, fast bis zum Boden reichende Fell, welches den kleinen Kerl als eine Art "Mäntelchen" bedeckt. Diesen trägt er mit Eleganz und blickt stolz durch seine tiefschwarzen, runden Augen. Die kleinen Malteser können bei artgerechter Haltung durchaus ein Lebensalter von fast 16 Jahren erreichen.

Malteser auf weißem Teppich - © CC0 - Pixabay - jankuss

Herkunft und Geschichte der Hunderasse Malteser

Meist heißt es: "Im Namen liegt die Herkunft". Aus diesem Grund besteht oftmals die Annahme, der Malteser stamme ursprünglich aus Malta. Ein Trugschluss! Obwohl zahlreiche Hinweise und Überlieferungen existieren, die diese Inselgruppe ausschließen, ist sein genauer Ursprung bis heute noch nicht geklärt.

Malteser mit blauem Mantel auf Parkbank - © CC0 - Pixabay - Mia_Rainbow
Fakt ist, dass es sich um eine sehr alte Hunderasse handelt, die vermutlich durch Phönizier auf dem Seeweg in den Mittelmeerraum Europas gelangten. Schon vor 2000 Jahren handelten Kaufleute besonders in diesen Hafenregionen. Der Malteser wurde zur Mäuse- und Rattenbekämpfung eingesetzt, die sich in den Laderäumen von Schiffen und in Lagerhallen schnell vermehrten. Vasen des antiken Roms enthalten ebenfalls Abbildungen, die der kleinen Hunderasse des Maltesers sehr ähneln.
Malteser mit blauem Mäntelchen im Schnee - © CC0 - Pixabay - Pezibear

Optimal Haltungsbedingungen für einen Malteser

Auslauf unbedingt notwendig.

Der niedliche Vierbeiner lässt sich bedenkenlos in einer kleinen Wohnung halten. Dennoch braucht er seinen täglichen Auslauf und intensive Beschäftigung. Sein Bewegungsdrang liegt deutlich über denen anderer kleiner Hunderassen. Eine ausgedehnte Wanderung oder mehrere, über den Tag verteilte Spaziergänge stellen keinerlei Probleme dar. Somit ist es auch völlig ausreichend, an den Wochentagen kürzere Gassigänge anzubieten, wenn es am Wochenende auf längere Touren geht. Auch als Joggingpartner ist der Hund nicht abgeneigt. Ganz im Gegenteil! Er will sich auspowern und seine eigenen Beine benutzen, statt ständig auf dem Arm von Frauchen oder Herrchen getragen zu werden.
Malteser mit schwarzem Mantel im Schnee - © CC0 - Pixabay - Pezibear

Pflege des Maltesers

Die vierbeinigen Malteser sind eine zeitaufwendige Hunderasse. Das betrifft hauptsächlich die Fellpflege, für die mindestens eine halbe Stunde pro Tag eingeplant werden sollte. Regelmäßiges Bürsten ist sehr wichtig! Es verhindert die Aufnahme von Straßenstaub, Laubblättern oder anderen kleinen Pflanzenteilchen. Zudem wirkt das Kämmen auch einer Knötchenbildung entgegen, die die schöne Fellpracht sonst zottelig erscheinen lässt. Weiterhin kann das Fell schnell bis auf Bodenlänge wachsen, was den kleinen Wusel beim Laufen zusätzlich behindert. Ein Besuch beim Hundefriseur verschafft Hilfe! Um Augenentzündungen zu vermeiden, ist es außerdem wichtig, dass die Haare nicht in den Augen hängen. Aus diesem Grund sind einige Fellnasen auch oft mit einem Schleifchen im Haar "geschmückt". 

Zu einer regelmäßigen Pflege gehören ebenfalls: Reinigen von Ohren und Zähne, Baden des Hundes und das Stutzen der Krallen.

 

Kleiner Malteser-Welpe auf Stein - © CC0 - Pixabay - Pezibear

Die passende Ernährung für den Malteser

Immer auf die Figur achten!

Die Vierbeiner mögen einen abwechslungsreichen Speiseplan. Dabei sollte die Futtermenge stets dem Gewicht des Hundes angepasst sein, denn die Hunderasse neigt generell zu Übergewicht. Idealerweise besteht die Nahrung aus Gemüse, Kräutern, Vitaminen sowie aus tierischen Eiweißen. Neben Fleisch und Innereien sollten Gemüse und Obst möglichst püriert gegeben werden. Essensreste von Frauchens oder Herrchens Teller sind tabu! Welpen erhalten in den ersten zwölf Monaten spezielles Welpenfutter. Ein Napf mit frischem Wasser sollte nicht nur zu den Mahlzeiten, sondern rund um die Uhr bereitstehen.
Kleiner Malteser auf alphaltiertem Weg - © CC0 - Pixabay - Pezibear

Passt ein Malteser zu mir?

Der kleine, lebhafte und intelligente Malteser mag seine Menschen. Als Begleithund passt er sowohl in eine Familie mit Kindern als auch für ältere Personen. Dabei ist es ihm völlig egal, ob er in der Stadt oder auf dem Land lebt. Hauptsache ihm wird ausreichend Zeit und Beschäftigung geboten. Malteser brauchen weiterhin den ständigen Kontakt. Fehlt dieser, fühlt er sich schnell einsam und entwickelt Strategien, um auf sich aufmerksam zu machen. Ein Kläffer ist dann oftmals vorprogrammiert.
Malteser mit blauer Hundemarke vor Weihnachtsdeko - © CC0 - Pixabay - ScarletRE

Kein Kinderspielzeug

Wie bei jedem Tier ist trotz seiner Größe Vorsicht geboten.

Kinder bedeuten für ihn ein großes Abenteuer. Ständig neue Spiele und das Toben nach Herzenslust - für einen Malteser eben pures Glück! Trotzdem sollten Kindern lernen, vorsichtig mit dem kleinen Wollknäuel umzugehen, um ihn bei den "Wildereien" nicht versehentlich zu verletzen. Durch eine artgerechte Erziehung entwickelt sich aus dem verspielten Welpen ein treuer, gelehriger und intelligenter Familienhund.
Zwei kleine Malteser im Korb - © CC0 - Pixabay - haidi2002

Mögliche Krankheiten des Maltesers

Rassetypische Erkrankungen zeigen sich auch bei dieser kleinen Hunderasse. Der Malteser neigt speziell zu Erkrankungen der Kniescheiben an Vorder- und Hinterbeinen, die als sogenannte Patellaluxation zu schmerzhaften Attacken führen. Gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung beugen nicht nur einer vorzeitigen Abnutzung der Gelenke vor. Sie reduzieren gleichzeitig auch lästiges Übergewicht. Des Weiteren kann es zu frühzeitigem Zahnverlust, Entzündungen und Infektionen der Augen sowie Reizungen der Haut kommen.

Malteser auf Weg läuft auf Fotografen zu - © CC0 - Pixabay - Pezibear

Gibt es Besonderheiten?

Gut geeignet für Allergiker.

Die vierbeinigen Malteser besitzen keine Unterwolle, haaren daher kaum. Unter diesen Voraussetzungen sind die niedlichen Zwerge bestens für Allergiker geeignet!