Reise im Zug mit dem Hund

Was muss man bei einer Zugfahrt mit dem Vierbeiner beachten?

Hund auf Sitzsitz - © stock.adobe.com / pongmoji / #113130905

Sie möchten stressfrei mit dem Hund verreisen? Mit dem Zug kann das gelingen. Das Unternehmen bietet Voraussetzungen für eine entspannte Fahrt für Mensch und Tier an. Die Bedingungen dafür sind klar geregelt. Hier erfahren Sie wie die Fahrt mit dem Hund Spaß macht. 

Zug in verschneiter Landschaft - © CC0 - Pixabay - WikiImages

Warum mit dem Zug fahren?

Im Vergleich zum Reisen mit dem Auto und im Flugzeug gilt eine Reise mit der Bahn als die stressfreiste. Vor allem der Aufenthalt in einem modernen Zug verspricht bequem und entspannend zu werden. Die Züge sind klimatisiert, bieten ausreichend Platz für den Menschen und Tier. Während der Fahrt können beide ungestört aus dem Fenster schauen, sich die Beine vertreten und in Ruhe eine Stärkung zu sich nehmen. Je kürzer die Fahrt, umso besser für den Vierbeiner. Dauert sie länger und Sie bevorzugen mit dem Hund alleine im Abteil zu reisen, bietet sich der Schlafwagen an. Allerdings muss der Komfort rechtzeitig reserviert werden und kostet einen Aufpreis. 
 
Stop Tafel. Straße mit Text

Beachtenswertes vor der Reise

Falls Sie mit dem Hund ins Ausland reisen möchten, vergessen Sie nicht sich frühzeitig über die Bedingungen bei der Einreise und während des Aufenthaltes zu erkundigen. Andere Länder, andere Sitten! Die Bedingungen der Hundehaltung in anderen Ländern und auch schon in anderen Bundesländern kann von den gewohnten Bedingungen weit entfernt sein. Ist das Reisen mit dem Zug für Ihren Hund eine neue Erfahrung und er reagiert sensibel auf neue Situationen, sollten Sie ihm Zeit geben, sich darauf einzustellen. Wenn Sie die geplante Fahrt gemeinsam mit dem Hund vorbereiten, verhindern Sie unangenehme Überraschungen und Stress.
Unternehmen Sie gemeinsam ein oder mehrere kleine Ausflüge mit dem Zug. Auf diese Weise lernt Ihr Tier die Situation kennen und Sie können sich auf ungewohnte Verhaltensweisen einstellen und passend reagieren. Am besten verbinden Sie den Ausflug mit einem positiven Erlebnis. Das können ein langer Spaziergang, ein geliebtes Spiel, intensive Streicheleinheiten und viel aufmunterndes Lob sein. Sie werden sehen, der Hund verliert die Angst und wird die Fahrt entspannter erleben.

Falls Ihr Hund im Zug einen Maulkorb tragen muss und diesen noch nicht kennt, ist auch hierzu mindestens eine Gewöhnungsübung vor der Fahrt sinnvoll. Das Gleiche gilt für die Transportbox. Der entspannte Aufenthalt kann schon Tage vor der Fahrt zu Hause trainiert werden. Der Hund entdeckt die Box als seine Höhle, in der er sich zurückziehen kann und ungestört ist.

Um unangenehme Überraschungen wie Übelkeit oder Durchfall zu vermeiden, sollte der Hund bereits viele Stunden vor der Reise Futter bekommen. Am besten frisst er am Reiseziel. Wichtiger als Fressen, ist frisches Wasser. In Zügen herrscht meistens ein trockenes und warmes Klima. Bekommt der Hund Durst, muss er diesen bei Bedarf löschen können. Sie sollten immer frisches Wasser und einen Napf im Gepäck haben.

Bevor Sie gemeinsam an Bord gehen, ist ein ausgiebiger Spaziergang ratsam. Der Hund entspannt, ist ausgelastet und ermüdet. Im besten Falle döst er zufrieden auf seinem Platz im Zug. Manche Hunde haben Probleme sich in den Fahrpausen zu erleichtern. Nach Möglichkeit setzt er vor der Fahrt noch einmal Kot und Urin ab und im Zug passiert kein Malheur. 

Übrigens: Reisen Sie mit dem Vierbeiner nach Möglichkeit nicht in der Hauptverkehrszeit. Volle Züge bedeuten Stress für Sie und vor allem für das Tier. Lassen Sie ihn auf seiner gewohnten Kuscheldecke oder seinem gewohnten Kissen liegen. Das gute Stück gibt ihm Sicherheit und Vertrautheit in der fremden Umgebung und der Hund fühlt sich sofort wohler. 
Kleiner weißer Hund guckt aus Rucksack - © CC0 - Pixabay - MabelAmber

Kleine Hunde im Zug mitnehmen

Die Bahn unterscheidet die Reisebedingungen nach der Größe des Vierbeiners. Gehört er einer kleinen Rasse an, ungefähr Hauskatzengröße, darf er kostenlos im Zug mitreisen. Während des Aufenthaltes muss er im Handgepäck bleiben. Zum Handgepäck zahlen Taschen oder eine Transportbox. Der Platz des Gepäcks einschließlich Hund ist auf der Kofferablage über den Sitzen oder unter dem Sitz des Halters vorgesehen. Wichtig ist, dass der Hund an einem ruhigen Platz in Ihrer Nähe liegt. Er sollte nicht im Windzug, entfernt vom Durchgangsverkehr aber in Ihrer Nähe liegen. Er sollte Sie sehen, hören und riechen können. 
 
Leeres Zugabteil - © CC0 - Pixabay - succo

Einen großen Hund im Zug mitnehmen

Große Hunde fahren zum halben Preis, beziehungsweise mit einem Zusatzticket. Allerdings gilt das ausschließlich bei einem Flexpreis oder Sparpreis. Handelt es sich um ein Länderticket oder Schönen-Wochenende-Ticket zählen die großen Hunde als ein Erwachsener. In diesem Falle benötigt er dasselbe Ticket wie für eine erwachsene Person. Gerne sieht die Bahn den Vierbeiner in einer Transportbox. Außerhalb muss er während der ganzen Fahrt angeleint sein und einen Maulkorb tragen. 
Ausnahmen gelten für Blindenführhunde. Diese fahren kostenfrei und ohne Maulkorb.
Fahrkartenentwerter Bahn - © CC0 - Pixabay - reverent

Deutsche Bahn - Ein Bahnticket für den Hund buchen

Ein Ticket für den Hund online und zum Selbstausdrucken erwerben ist bei der Bahn nicht möglich. Kaufen Sie den Fahrschein vor Ort am Automaten, im DB-Reisezentrum oder evtl. im Reisebüro. Wenn Sie das Ticket nicht abholen können, bietet die Bahn den Postversand an. Hierzu melden Sie Ihren Hund als Kind von 6 bis 14 Jahren, ohne Begleitung an. Platzreservierungen für das Tier sind nicht möglich.

Weitere Informationen über die Mitnahme von Hunden bei der Deutschen Bahn findest du hier. Hinweise für die Mitnahme von Hunden

Zugticket für den Hund bei den Österreichischen Bundesbahnen

Bei der ÖBB können kleine und ungefährliche Tiere, also auch kleine Hunde, in geeigneten Transportbehältern gratis mitgenommen werden. Größere Hunde müssen einen Maulkorb tragen und an der Leine gesichert sein und bezahlen bei längeren Strecken (ab 99km) 10% des Vollpreises, bis 98km einheitlich 2€. Assistenzhunde benötigen keinen Maulkorb und fahren, sofern sie im Behindertenpss eingetragen sind, kostenlos mit der Bahn. Weitere Infos dazu findest du hier. Mit Haustieren verreisen.

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