Ein neuer Hund - Die Eingewöhnung

Hund (Labrador) in Hundebett - © stock.adobe.com / fotowebbox / #49323364

Sie haben sich einen Hund angeschafft und nun kommt er endlich zu Ihnen. Die Vorfreude ist riesig. Haben Sie an alles gedacht?

Mops liegt am Boden - © CC0 - Pixabay - Free-Photos

Eingewöhnung - Die Wohnung hundefit machen

Ein fixer Platz muss sein.

Gestalten Sie Ihre Wohnung hundegerecht. Richten Sie einen festen Platz zum Fressen ein. Zum Schutz vor Flecken stellen Sie den Trinknapf und den Fressnapf auf eine Matte oder ein Tablett. Der Platz muss für den Hund jederzeit zugänglich sein.
Schaffen Sie einen oder mehrere Rückzugsorte für Ihren Vierbeiner. Mindestens ein Platz sollte so eingerichtet sein, dass er ungestört ruhen und schlafen kann. Ein Hundebett oder ein Korb mit einer Decke machen den Ort kuschelig.
Kleinteile, Handys, Schuhe, Papiere, Lebensmittel und alles andere, was Ihr Liebling nicht mit seinen Zähnen untersuchen soll, gehört nicht auf den Fußboden. Achten Sie auch auf Kabel sowie spitze oder scharfe Gegenstände, an denen er sich verletzen kann.
Schwarzer LAbrador vor leeren Fressnapf vor roter Wand - © CC0 - Pixabay - netti67

Die Erst-Ausstattung für den neuen Hund

Anfangs nicht übertreiben.

Natürlich möchten Sie Ihren neuen Liebling verwöhnen. Kaufen Sie trotzdem nur das Nötigste. Am Anfang hat Ihr Hund genug damit zu tun, sich an Sie und die Umgebung zu gewöhnen. Zur Grundausstattung gehören:
- Halsband und Leine
- Ein Trinknapf und ein Fressnapf, die sich leicht reinigen lassen (Edelstahl oder Keramik)
- Futter
- Pflegezubehör
- Spielzeug
- Hundebett oder Hundekorb mit Decke
- Hundebox für die Wohnung und Ihr Auto
Diverse Hundeleckerlis und Hundefutter auf Parkettboden - © CC0 - Pixabay - sipa

Das Futter für den neuen Hund

Zu Beginn keine Experimente.

Erkundigen Sie sich beim Züchter beziehungsweise beim Tierheim, wo Sie Ihren Hund erworben haben, welches Futter er dort bekommen hat und wie oft am Tag er gefüttert wurde. Halten Sie die Zeiten in der ersten Woche ein. Kaufen Sie dasselbe Futter oder lassen Sie es sich für circa eine Woche mitgeben. Wenn Sie Ihren Hund mit einem anderen Futter ernähren wollen, beginnen Sie am 3. Tag, eine kleine Menge des neuen Futters unter das gewohnte zu mischen. Jeden Tag vergrößern Sie die Portion des neuen Futters. So gewöhnt sich der Körper des Hundes sanft um.
Hund bei Fuß in Hundeschule - © CC0 - Pixabay - 825545

Die Erziehung des neuen Hundes

Regeln müssen eingehalten werden.

Sprechen Sie mit Ihrer Familie ab, welche Regeln für Ihren Hund gelten sollen. Sie müssen von allen eingehalten werden. Es ist für den Vierbeiner verwirrend, wenn er bei einer Person auf das Sofa darf und bei einer anderen nicht. Auch das Betteln am Tisch ist ein wichtiges Thema. Was bei einem Welpen vielleicht süß ist, wird bei einem großen Hund lästig. Klare Regeln helfen, dass Ihr Hund umgänglich und freundlich bleibt. Alle Familienmitglieder sollten dieselben Kommandos für den Hund benutzen, damit er weiß, was er tun oder lassen soll.
Ein Hund versteht nicht, was eine Ausnahme von der Regel ist. Deshalb ist es wichtig, dass die Grundsätze von Anfang an und konsequent gelten. Er versteht es auch nicht, wenn er am Anfang etwas durfte, was ihm Tage oder Wochen später verboten wird – weil er größer geworden ist und dasselbe Verhalten nicht mehr niedlich ist. Freundlichkeit und Konsequenz sind wichtig.
Kleiner Hund beim Tierarzt - © CC0 - Pixabay - 12019

Tierarzt und Co.

Arzt, Versicherung und Hundeschule

Besuchen Sie einen guten Tierarzt und lassen Sie Ihren Hund dort registrieren. Klären Sie, wann Sie mit Ihrem Hund das erste Mal zu ihm kommen. Ein Welpe benötigt Impfungen. Und sollte Ihr Hund einmal krank werden, ist es gut, wenn Sie den Tierarzt schon kennen. Fragen Sie auch nach einer Haustierversicherung.
Die Identifizierungsmarke für Ihren Hund bekommen Sie bei der städtischen Steuerstelle. Im Freien muss per Gesetz jeder Hund ein Halsband mit seiner Identifizierungsmarke tragen.
Eine Hundeschule ist ein Ort, an dem Sie Informationen und Hilfe bekommen. Schauen Sie sich ein Training an. Es sollte auf Lob basieren. Schmerzhafte Strafen und Drill hat kein Hund verdient. Ob Welpe oder erwachsener Hund: in einer Hundeschule lernen Sie viel über den richtigen Umgang mit Ihrem Vierbeiner. Ihr Hund wiederum hat Abwechslung und trainiert sein Sozialverhalten. Finden Sie eine Hundeschule, in der Sie sich wohlfühlen und die Hunde freundlich behandelt werden.
Trauriger Hund hinter Maschendrahtzaun - © CC0 - Pixabay - Alexas_Fotos
Wenn Sie einen Hund aus dem Tierheim aufnehmen, lassen Sie sich von den Mitarbeitern so viel wie möglich über ihn erzählen. Welche Vorlieben hat er? Welche Schwächen hat er? Wo hat er vorher gelebt? Ist er ausgeglichen oder eher ängstlich? Wie können Sie ihm helfen, sich leicht bei Ihnen einzugewöhnen?
Hund in blauem Hundebett - © CC0 - Pixabay - skeeze

Die erste Zeit mit dem neuen Hund

Das neue Familienmitglied braucht auch Zeit.

Und dann ist er da: der große Tag, an dem Ihr Hund bei Ihnen einzieht. Endlich holen Sie Ihr neues Familienmitglied ab. Egal ob Welpe oder ausgewachsener Hund: er hat jetzt viele neue Eindrücke zu verarbeiten. Er verlässt seine vertraute Umgebung und eventuell auch seine Mutter und Geschwister und kommt zu neuen Menschen und in ein neues Haus. Gerüche, Geräusche und alles was er sieht ist neu und ungewohnt.
Bevor Sie mit ihm ins Haus gehen, geben Sie Ihrem Fellknäuel Zeit, sich zu erleichtern. So lernt er gleich den richtigen Ort für sein Geschäft kennen. Im Haus darf er ohne Leine alles in Ruhe erkunden. Begleiten Sie ihn und halten Sie ihn von Räumen fern, die er nicht betreten soll. Wenn Ihr Haus groß ist, beschränken Sie den ersten Erkundungsgang auf wenige Zimmer. Zeigen Sie Ihm seinen Fressnapf und seine Rückzugsorte. Möglicherweise ist er müde und sucht einen Ruheplatz auf. Welpen benötigen noch sehr viel Schlaf. Auch viele große Hunde legen ausgedehnte Ruhezeiten ein, wenn sie keine Arbeitshunde sind.
Pekinese an roter Leine - © CC0 - Pixabay - cocoparisienne

Das erste Kennenlernen

Wenn Sie können, nehmen Sie sich einige Tage frei, um Ihrem Hund die Eingewöhnung zu erleichtern und die Zeit mit Ihrem Vierbeiner zu genießen. Geben Sie von Anfang an dem Tag eine Struktur mit festen Zeiten zum Fressen und Gassi gehen. Die ersten Runden draußen geht Ihr Hund an der Leine. Begrenzen Sie anfangs die Spaziergänge auf 15 Minuten. Das hilft Ihrem Vierbeiner, seine Umgebung nach und nach kennen zu lernen.
Hund beim Spielen mit Stofftier - © CC0 - Pixabay - petto123

Die ersten Spiele und Gewöhnung an den Namen

Spielen Sie angemessen mit dem Welpen. Zerrspiele und abrupte Stopps belasten Knochen und Bänder des jungen Hundes zu stark. Auch Treppen steigen sollten die kurzen Beinchen noch nicht. Kuscheln Sie mit Ihrem Liebling und sagen Sie oft seinen Namen. Das festigt die Bindung und er lernt, auf Sie zu hören.