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Zwergschnauzer - freundlich und verspielt

Vom Arbeitshund zum Begleiter mit Charme

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Zwergschnauzer hinter einem Baumstamm - © CC0 - Pixabay - IsabellWolf

Der verspielte, freundliche Zwergschnauzer ist ein Hund, der sich an jede Lebenssituation anpasst. Aus dem Arbeitshund ist ein Begleiter geworden, der mit seinem Charme die Herzen gewinnt. Er steht seinen größeren Vertretern, dem Mittelschnauzer und dem Riesenschnauzer in nichts nach.

Zwergschnauzer am Strand - © CC0 - Pixabay - ClarissaBell

Allgemeine Beschreibung des Zwergschnauzers

Nach FCI-Standard (Nr. 183) ist der Zwergschnauzer 30 bis 35 Zentimeter hoch, schlank und kompakt gebaut. Sein Äußeres gleicht dem der großen Schnauzer. Er wiegt zwischen 4 und 8 Kilogramm. Der Zwergschnauzer hat drahtiges, anliegendes Haar mit dichter Unterwolle. Nur am Fang, über den Augen sowie an den Läufen ist das Haar weich und länger. Es bildet das typische Kennzeichen des Schnauzers: den Bart und die buschigen Brauen. Als Fellfarben werden einfarbig Schwarz oder Weiß und Schwarzsilber akzeptiert. Eine besondere Tönung ist das sogenannte Pfeffersalz. Die Grundfarbe ist hier Eisengrau bis Silbergrau als Salz. Den Pfeffer bilden einzelne schwarze Haare. Das Gesicht ist durch eine dunkle Maske gekennzeichnet. Abzeichen sind unerwünscht. Lediglich Hunde mit dem Farbschlag Schwarzsilber haben weiße Abzeichen über den Augen, an der Schnauze, der Brust und den Beinen. Zwergschnauzer verlieren nur wenige Haare.
Die Schnauze wirkt abgeflacht. Die spitzen Ohren sind hoch angesetzt und hängen herab.
Der Zwergschnauzer wird circa 14 Jahre alt.
Schwarzer Zwergschnauzer auf einem Baumstamm - © CC0 - Pixabay - IsabellWolf

Charakter und Eigenheiten des Zwergschnauzers

Der Zwergschnauzer vereinigt die Eigenschaften eines großen Schnauzers mit denen eines Kleinhundes. Dieser kleine Hund ist sehr wachsam und intelligent. Aufgrund seiner Geschichte ist er ein eigenständiges Tier, das schon als Welpe eine klare Führung benötigt. Sonst erfindet er seine eigenen Regeln, nach denen die Abläufe des Alltags erfolgen. Er ist folgsam und bei mit Konsequenz leicht zu erziehen. Er braucht einen klaren Platz in der Rangordnung.
Mit seinem guten Geruchssinn eignet sich der Zwergschnauzer als sogenannter Mantrailer. Das bedeutet, dass er eine Person anhand des Geruchs und nicht anhand einer Spur verfolgt. Der lässt sich daher auch in Gebäuden und auf bebauten Flächen einsetzen.
Er ist sehr anhänglich und möchte seinem Menschen gefallen. Da er gerne spielt, kann die Erziehung auch auf spielerische Weise erfolgen. Grobheiten verstören ihn.
Fremden Menschen gegenüber ist der Zwergschnauzer zunächst misstrauisch. Der unerschrockene Hund rangelt gerne mal mit anderen Hunden.
Als ehemaliger Wachhund bellt er schon bei Kleinigkeiten laut und anhaltend.
Weißer Zwergschnauzer auf einer Wiese - © CC0 - Pixabay - joangonzalez

Herkunft und Geschichte des Zwergschnauzers

Der Zwergschnauzer stammt aus Deutschland, aus der Gegend von Frankfurt am Main. Vermutlich zählen der Biberhund (ein kleiner Jagdhund, der Kaninchen hetzte) und der Schäferhund zu seinen Vorfahren. Er war, so wie der Pinscher auch, ein Arbeits- und Stallhund der Kutscher und Händler und hatte vielfältige Aufgaben. Tagsüber begleitete er die Pferdefuhrwerke. Dazu musste er ein ausdauernder Läufer sein. In den Pausen bewachte er Pferd und Fuhrwerk. Nachts passte er auf Haus und Hof auf. Außerdem fing der wendige und flinke Hund die Ratten und Mäuse im Stall. Daher stammt sein Name „Rattler“. Er hat sich von den Nagetieren ernährt.
Ursprünglich zählte der Zwergschnauzer zu den rauhaarigen Pinschern. 1895 wurden die Rassen Zwergschnauzer und Pinscher getrennt. Der Zwergschnauzer wurde entsprechend der Eigenschaften der großen Schnauzer gezüchtet. Zwischen 1895 und 1921 bemühte sich vor allem Josef Berta um die Anerkennung des Zwergschnauzers als eigene Rasse. 1955 wurde der Zwergschnauzer in das Verzeichnis des FCI aufgenommen.
Zwergschnauzer - © CC0 - Pixabay - Free-Photos

Passende Haltung des Zwergschnauzers und benötigt er spezielles Futter?

Mit seinem großen Bedürfnis nach Bewegung ist der Zwergschnauzer ein idealer Begleiter für sportliche Menschen und Familien. Hundesport bietet ihm zusätzlich Förderung seiner geistigen Fähigkeiten. Er liebt alles, was ihm, möglichst für mehrere Stunden, Bewegung und Spaß gibt: Kunststücke, Suchspiele, Apportieren, Ballspiele und anderes mehr. In einem Haus mit Garten findet er eigene Beschäftigungen und Bewegungsmöglichkeiten. Fehlt ein Garten, braucht er täglich lange Spaziergänge.
Zwergschnauzer sind anspruchslos in der Ernährung.
kleiner Zwergschnauzer - © CC0 - Pixabay - Free-Photos

Verträgt sich der Zwergschnauzer mit Kindern und anderen Haustieren?

Der Zwergschnauzer verträgt sich mit Kindern, sollte jedoch nicht mit ihnen alleine gelassen werden, solange sie klein sind. Auch andere Haustiere akzeptiert er, wenn er als Welpe an sie gewöhnt wird. Kleintiere wie zum Beispiel Hamster und Rennmäuse wird er aufgrund seiner ursprünglichen Aufgabe als Bekämpfer von Ratten und Mäusen töten. Das ist fest in seinem Wesen verankert und kann ihm nicht abgewöhnt werden.
 
Weißer Zwergschnauzer mit Hundespielzeug auf Fliesenboden - © CC0 - Pixabay - Neramitevent

Wie pflege ich das Fell des Zwergschnauzers richtig?

Das Fell wird mindestens einmal wöchentlich gebürstet und gekämmt. Der Bart und die Haare über den Augen wachsen schnell und müssen daher regelmäßig geschnitten werden. Das Pfeffersalz-Fell bleibt nur dann zweifarbig, wenn der Hund einmal in der Woche gebürstet wird. Sonst wird es einheitlich grau.

Alle 3 Monate steht ein Termin beim Hundefriseur oder dem Züchter an. Dann wird das Fell getrimmt. Das bedeutet, dass die toten Haare mit Wurzel ausgerissen werden. Das schafft Platz, damit die neuen Haare nachwachsen können. Das Trimmen ist nicht so einfach und sollte deshalb von einem Fachmann ausgeführt werden.
Zwergschnauzer

Rassetypische Krankheiten

Der robuste Zwergschnauzer ist ein gesunder Hund. Manche haben wenig Tränenflüssigkeit. Das kann zu Entzündungen der Augen und Infektionen führen.
Da der Zwergschnauzer ein kleiner Hund ist, kann er Probleme mit seiner Kniescheibe haben. Wenn sie locker ist, kann es zu einer sogenannten Patellaluxation, einer Verrenkung der Kniescheibe kommen. Dabei verschiebt sich die Kniescheibe seitlich an die Außen- oder Innenseite des Beines.
 
Letztes Update: 26.11.2018 07:50