Chihuahua - Beschreibung

Eine der ältesten und beliebtesten Hunderassen.

liegender Langhaar-Chihuahua - © Jana Behr / stock.adobe.com / #123313433

Der Chihuahua zählt nach Klassifikation des kynologischen Dachverbandes, der Fédération Cynologique Internationale (FCI), zur Gruppe 9 der Begleithunde, Sektion 6 Chihuahueño ohne Arbeitsprüfung. Dieser Hund gilt als der kleinste Rassehund der Welt, hat einen kompakten, beinahe quadratischen, gut bemuskelten Körperbau. Er trägt einen für diese Rasse typischen apfelförmigen Kopf mit einer gewölbten Stirn. Seine vollkommen dunklen Augen sind rund und ausdrucksvoll, doch dürfen sie nicht wie bei einem Mops hervortreten. Der Chihuahua ist ein sehr mutiger, wachsamer und lebhafter von beinahe ruhelos wirkendem Temperament. Der Chihuahua hat entweder kurzes oder langes seidiges Haar, das in allen Farben, Schattierungen und Farbkombinationen vorkommen kann.

Kleiner Chihuahua mit Sandale im Mund - © CC0 - Pixabay - BarnImages

Die Geschichte des Chihuahua und dessen Herkunft

Hund der Mayas und Azteken?

Der Chihuahua zählt zu den ältesten und beliebtesten Hunderassen. Um seine Entstehungsgeschichte ranken sich verschiedene Legenden, die allesamt Wahrheit für sich beanspruchen. Die Rasse ist nach dem größten mexikanischen Bundesstaat Chihuahua benannt, wo der Hund angeblich in der Wildnis lebte, ehe er in der Kultur der Maya-Tolteken gezähmt und als heilig verehrt wurde. Auch nach Eroberung durch die Azteken setzte sich die Verehrung des "Techichi", so sein überlieferter Name, fort. 
Chihuahua auf Holzbrett - © CC0 - Pixabay - HG-Fotografie

Hat schon Botticelli einen Chihuahua im Petersdom verewigt?

Andere Hinweise führen nach Ägypten, wo man in Gräbern Überreste winziger Hunde mit der für den Chihuahua typischen Schädelfontanelle gefunden haben will. Von hier aus sollen die Hunde Malta erreicht haben, wo sie noch heute leben und dem uns bekannten Chihuahua aufs Haar gleichen. In den 1960er-Jahren kamen einige der maltesischen Exemplare nach England, wo sie in den Zuchtbüchern des Englischen Kennel Clubs als Chihuahuas eingetragen wurden.

In der Sixtinischen Kapelle im Petersdom befindet sich ein Fresko von Botticelli aus dem Jahr 1482. Darauf wollen Rasseliebhaber einen weißen Kurzhaar-Chihuahua erkennen. Allerdings ist Columbus erst ein Jahrzehnt auf seine Amerikareise gegangen, wo er den Chihuahua in Mexiko hätte entdecken können. Vermutlich sind also diese Winzlinge unter den Hunderassen tatsächlich im Mittelmeerraum entstanden und wurden von hier eben auch nach Mexiko gebracht, wo sie ihren Namen erhielten. 
Chihuahua am Flussbett - © CC0 - Pixabay - guentherlig

Haltung und Pflege

Ausgewogene Ernährung sollte selbstverständlich sein.

Die Haltung und Pflege eines Chihuahuas ist nicht sehr aufwändig. Wie bei jedem Hund sind Augen, Ohren, Zähne und die Krallen regelmäßig zu kontrollieren. Im Falle entzündlicher Veränderungen ist ein Tierarzt aufzusuchen, der außerdem die jährlichen Auffrischungsimpfungen und Gesundheitsuntersuchungen vornimmt. Die Fellpflege reduziert sich auf regelmäßiges Bürsten, damit die abgestorbenen Haare entfernt werden. Es ist kein Spezialfutter notwendig. Überfütterung und Übergewicht sind unbedingt zu vermeiden, da sie lebensverkürzend wirken.
 
liegender Chihuahua mit Kaustange - © CC0 - Pixabay - HG-Fotografie

Ist der Chihuahua ein Familienhund?

Stadthund oder Landhund?

Der Chihuahua ist ein mäßig aktiver, robuster Hund. Er kann problemlos in der Wohnung gehalten werden, muss jedoch wie jeder andere Hund auch mehrfach täglich ausgeführt werden. Eine ausschließliche Wohnungshaltung ist weder art- noch tierschutzgerecht, da jeder Hund Sozialkontakte mit anderen Hunden benötigt. Auch Chihuahuas sollten eine Hundeschule besuchen und die wichtigsten Grundkommandos erlernen. 
Nahaufnahme eines Chihuahua - © CC0 - Pixabay - Alexas_Fotos

Typische Probleme der Rasse?

Welche Krankheiten sind häufig bei Chihuahuas?

Verantwortungsvolle Züchter legen besonderes Augenmerk in ihrer Zuchtauswahl auf die Vermeidung rassebedingter Krankheiten. Ein normalgroßer Chihuahua hat ein Körpergewicht von zwei bis drei Kilo, ist gesund und langlebig. In den Zuchtverbänden der FCI kontrollieren die Spezialrasseclubs die Einhaltung von Zuchtstandards zur Vermeidung bekannter Erbkrankheiten. Hier ist in erster Linie an Zahnfehlstellungen und die Patellaluxation zu denken. Die Rasse ist außerdem anfällig für Mitralklappeninsuffizienz und anfallartiges Rückwärtsniesen, wobei beide Probleme durch konsequente Zuchtauswahl stark eingeschränkt werden können.