Alles über den Deutschen Schäferhund

Der Deutsche Schäferhund ist immer noch der beliebteste Hund der Deutschen.

Deutscher Schäferhund in Nahaufnahme - © CC0 - Pixabay - Katrina_S

Herkunft & Geschichte
Im Jahr 1871 begann die Zucht des Deutschen Schäferhundes durch den preußischen Hofrittmeister Max von Stephanitz. Zu Beginn der Zucht gab es verschiedene Fellvarianten - rauhaarig, kurzhaarig, glatt- oder langhaarig.
Ein besonders wichtiges Merkmal war jedoch die Leistungsfähigkeit des Deutschen Schäferhundes. Doch auch vom Aussehen, den Arbeitseigenschaften und dem Wesen des Hundes hatte Max von Stephanitz klare Vorstellungen. Im Jahre 1899 begann er mit der Zucht des Deutschen Schäferhundes und gründete zeitgleich den „Verein für Deutsche Schäferhunde". Als Stammvater gilt sein Hund „Horand von Grafrath", der auch als erster Deutscher Schäferhund ins Zuchtbuch des Vereins eingetragen wurde. Stammutter war die Hündin „Mari von Grafrath".

Schäferhund liegt am Strand - © CC0 - Pixabay - DanaTentis

Haltung des Schäfers

Der Deutsche Schäferhund gilt als Arbeitshund und möchte auch entsprechend ausgelastet werden. Sein neuer Besitzer sollte also damit rechnen, dass sein Hund viel Bewegung, Auslauf und Abwechslung benötigt. Der Deutsche Schäferhund möchte gerne Haus und Grundstück bewachen, eine reine Zwingerhaltung sollte daher vermieden werden.
Deutscher Schäferhund - © CC0 - Pixabay - airbrush-m

Die richtige Pflege eines Deutschen Schäferhundes

Obwohl das Fell zum Haaren neigt, besitzt der Deutsche Schäferhund ein robustes, aber pflegeleichtes Fell. Die Fellpflege ist daher wenig aufwendig, gründliches Bürsten ein- bis zweimal pro Woche reicht normalerweise aus. Ohren und Augen sollten regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf gereinigt werden. Aber auch eine gründliche Zahnpflege ist wichtig, denn Zahnstein kann durch Zähneputzen vermieden werden. Bei mangelnder Pflege können sich schnell unangenehme Entzündungen im Mundraum ausbreiten. Spezielle Zahnpflegespielzeuge oder Kauartikel sind besonders hilfreich.
Deutscher Schäferhund - © CC0 - Pixabay - skeeze

Was sollte ein Deutscher Schäferhund essen?

Eine falsche oder ungesunde Ernährung kann zu Mangelerscheinungen oder zu Übergewicht führen. Da der Deutsche Schäferhund aber sehr aktiv und bewegungsfreudig ist, neigt er normalerweise nicht zu Übergewicht. Seine Ernährung sollte jedoch abwechslungsreich sein. Dabei ist es egal, ob er Nassfutter oder Trockenfutter erhält. Ideal sind Pansen, rohes Fleisch oder Kauknochen. Die tägliche Futterration wird auf zwei regelmäßige Mahlzeiten verteilt.
Deutscher Schäferhund - © CC0 - Pixbay - Kaz
Stadt? Land? Familie?

Wohin passt ein Deutscher Schäferhund

Durch sein gutes und sicheres Sozialverhalten verträgt sich der Deutsche Schäferhund sehr gut mit Menschen und anderen Tieren im Familienumfeld. Als Familienhund ist er gut geeignet, da er sehr kinderlieb ist. Er ist sehr lernfähig, möchte aber gerne ausreichend beschäftigt und ausgelastet werden. Der Deutsche Schäferhund ist kein guter Begleiter für Stubenhocker. Denn er ist ein Power Paket, lernwillig, ausdauernd und intelligent. Sein Besitzer sollte also bereit sein, viel Zeit mit ihm zu verbringen und ihn entsprechend zu beschäftigen und zu fordern. Abwechslungsreiche und lange Spaziergänge oder regelmäßiges Training sind für ihn ideal. Trotz allem braucht der Schäferhund eine starke Hand und einen zuverlässigen Rudelführer, der ihm zeigt, wo es langgeht. Eine vernünftige Erziehung und Ausbildung sind daher wichtig, damit aus ihm ein guter Familienhund wird. Beim Hundesport Agility oder Obedience sind Schäferhunde besonders erfolgreich. Mit Frisbee, Dogdance oder Zughundesport bietet man seinem Hund noch mehr Bewegung und Spaß. Der Deutscher Schäferhund benötigt eine konsequente Erziehung und ist daher nicht unbedingt als Anfängerhund geeignet.
Deutscher Schäferhund am Kiesstrand - © CC0 - Pixabay - garyskirrow

Das Wesen des Deutschen Schäferhundes

Der Deutsche Schäferhund gehört zu den beliebtesten Hunderassen in Deutschland, denn er ist nervenstark, intelligent und wird als Wachhund sehr geschätzt. Durch seine Wachsamkeit und ausgeprägten Beschützerinstinkt eignet er sich ideal als Hund für Polizei, Militär oder für den Rettungsdienst. Mit seiner feinen Nase lässt er sich ebenso gut als Minen- oder Drogensuchhund einsetzen. Er ist lernwillig, anhänglich, gehorsam und treu. Seinen Menschen ist er sehr zugetan, daher ist er auch als Therapie- oder Blindenhund gut geeignet. 
Deutscher Schäferhund in der Wiese - © CC0 - Pixabay - Dory

Aussehen des Deutschen Schäferhundes

Die Widerristhöhe bei einem ausgewachsenen Rüden beträgt ca. 60 - 65 cm, bei Hündinnen 55 - 60 cm. Das Gewicht liegt bei 30 - 40 kg bei einem Rüden, sowie 22 - 32 kg bei einer Hündin. Von seiner Statur ist der Deutsche Schäferhund mittelgroß und leicht gestreckt, der Körper ist kräftig und gut bemuskelt. Sein Fell schützt ihn aufgrund seiner Dichte gut vor Kälte, Regen, Schnee und Hitze. Unter dem Oberfell befindet sich eine dichte Unterwolle, die jedoch zum Haaren neigt. Charakteristisch für das Aussehen des Deutschen Schäferhundes ist ein schwarzer Sattel mit gelben bis rotbraunen Abzeichen an den Flanken und ein schwarzes Abzeichen am Kopf. Gängige Fellfarben sind Schwarz/Gelb/Braun, Hellgrau, Schwarz oder Gold. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei ca. 12 - 13 Jahren.
Deutscher Schäferhund liegt in der Wiese - © CC0 - Pixabay - BlurIvon

Typische Probleme und Krankheiten des Schäferhundes

Beim Deutschen Schäferhund zeigen sich häufiger Probleme mit den Hüftgelenken (Hüftgelenksdysplasie). Die vererbbare Krankheit kann durch gute und seriöse Zuchtbedingungen aber oft ausgeschlossen werden. Körperlich belastende Aktivitäten sollten aber nicht übertrieben werden, solange der Hund noch nicht ausgewachsen ist. Auch eine Ellbogendysplasie ist beim Schäferhund keine Seltenheit.
Langhaariger Deutscher Schäferhund - © CC0 - Pixabay - Nina_A
Die degenerative Myelopathie (Muskelschwund) setzt in der Regel ab einem Alter von ca. 5 Jahren ein. Sie führt zu einer deutlichen Schwächung der Hinterhand. Das kongenitale Vestibularsyndrom entsteht durch eine Fehlbildung im Innenohr und führt zu Taubheit und / oder Gleichgewichtsstörungen. Diese Erkrankung kann bereits im Welpenalter vorkommen. Anzeichen kann eine anhaltende Schiefhaltung des Kopfes sein. Die betroffenen Hunde neigen dazu, umzufallen und haben Koordinationsschwierigkeiten.
Bei einigen Hunden kann es aufgrund eines genetischen Defekts der Bauchspeicheldrüse zu einer Pankreasinsuffizienz kommen. Anzeichen sind Abmagerung trotz Heißhungers. Weitere Anzeichen für die Erkrankung kann ein stumpfes Fell oder der sogenannte Fettstuhl sein (lehmfarbener Kot in großer Menge). 

Eine Futtermittelallergie liegt in der Hypersensibilität des Immunsystems bei manchen Schäferhunden. Durch hypoallergene Diätfuttermittel können Allergene vermieden und Symptome verhindert werden.