Der Rottweiler - ein idealer Begleiter für erfahrene Halter

Eine anerkannte Rasse der FCI

Rottweiler von vorne vor schwarzem Hintergrund - © stock.adobe.com / DoraZett / 103054745

Als anerkannte Rasse der FCI (Fédération Cynologique Internationale) in der Gruppe 2 (Pinscher und Schnauzer, Molossoide sowie Schweizer Sennenhunde), gehört der Rottweiler zu den großen Hunderassen. 

Rottweiler Welpe auf Baumstumpf - © CC0 - Pixabay - TeamK

Aussehen und Wesen des Rottweilers

Die Rüden erreichen eine Widerristhöhe von 61 bis 68 cm bei einem Gewicht von 50 bis 60 kg, die Hündinnen werden ca. 53 bis 63 cm groß bei einem Gewicht von 40 bis 50 kg. Das Fell der Rottweilers ist schwarz, wobei Kopf, Brust und Läufe eine typische rot/braune Zeichnung aufweisen. 
Der muskulöse Hund hat einen ernsten Charakter und gilt als ausgeglichen sowie mutig. Ist der Halter autoritär bzw. dominant, so gilt der Rottweiler als lernwillig und folgsam. Die Lebenserwartung liegt bei ca. 8 bis 10 Jahre.
Rottweiler Kopf von der Seite - © CC0 - Pixabay - teribell04
Der Rottweiler ist eine der ältesten Hunderassen.

Die Historie des Rottweilers

Was die Herkunft der Rottweilers betrifft, so existieren unterschiedliche Auslegungen. Die ersten Ursprünge sind wahrscheinlich bereits im frühen römischen Reich zu finden, was den Rottweiler zu einer der ältesten Hunderassen überhaupt macht. Die Züchtung zum intelligenten und ausdauernden Treibhund hatte zur Folge, dass der Rottweiler im späteren Verlauf der Geschichte, insbesondere von Metzgern im Mittelalter, verstärkt zum Bewachen und Treiben von Vieh eingesetzt wurde. 
Anfang des 20. Jahrhunderts fand der Rottweiler seine Bestimmung darüber hinaus in der Arbeit für Polizei und Militär.
Rottweiler läuft auf einer Wiese - © CC0 - Pixabay - pohjakroon
Teilweise Einschränkungen bei der Haltung.

Die Haltung eines Rottweilers

Der Rottweiler unterliegt in manchen Bundesländern in Deutschland, sowie in Teilen der Schweiz und Österreich, als Listenhund einigen Einschränkungen, was die Haltung betrifft. Wichtig für die Haltung im Allgemeinen ist eine ausreichende Auslastung, um den muskulösen Hund fit zu halten. Lange Spaziergänge, möglichst viel Auslauf, sowie Ausdauerübungen helfen dabei, dem Rottweiler ein möglichst gesundes Leben zu ermöglichen.
Weibliche Hand untersucht Gebiss eines Rottweiler Welpen - © CC0 - Pixabay - 947051
Kurze Haare = wenig Arbeit.

Die Pflege des Rottweilers

Als Kurzhaarhund ist die Pflege des Fells mit relativ wenig Arbeit verbunden, ein Bürsten in regelmäßigen Abständen ist völlig ausreichend. Krallenschneiden, Ohr- sowie Gebisspflege sollte selbstverständlich sein und ist vom Aufwand her mit anderen Hunden zu vergleichen.
Rottweiler liegend auf Fliesen vor einer Betonmauer mit Zaun - © CC0 - Pixabay - desioworks
Ein großer Hund mit hohem Kalorienverbrauch

Das ideale Futter für einen Rottweiler

Was das Futter betrifft, so gilt für den Rottweiler das Gleiche wie für seine Artgenossen: Eine möglichst artgerechte Ernährung, also viel Fleisch in Kombination mit Gemüse und Kräutern, ist für einen Hund, der ursprünglich vom Wolf abstammt, ideal. 
Auf Grund der wuchtigen Körpermasse hat der Rottweiler je nach Auslastung einen relativ hohen Kalorienverbrauch, was sich auf die Menge der Futter auswirkt. Im Falle einer Rohfleischfütterung (BARF) sollte der Besitzer über natürliche Zusätze darauf achten, dass der Vitamin- und Mineralstoffhaushalt ausgeglichen ist. Öle, wie beispielweise Hanföl, Leinöl oder Fischöl, runden eine ausgewogene Ernährung ab, machen die Mahlzeiten verdaulicher und führen dem Tier die wichtigen Omega-3/Omega-6 Fettsäuren zu. 
Rottweiler an der Leine in der Hundeschule - © CC0 - Pixabay - 825545
Training von Begin an wichtig.

Passendes Umfeld für einen Rottweiler

Der Rottweiler kann sowohl in der Stadt als auch auf dem Land gehalten werden. In beiden Fällen ist genügend Auslauf wichtig, im Fall einer Haltung in der Stadt sollte der Besitzer vom Welpenalter beginnend darauf achten, dass sich der Vierbeiner an den Lärm der Fahzeuge und an andere Menschen gewöhnt. 
Auf Grund seiner treuen, kinderlieben Art, fühlt sich der Rottweiler in einer Familie äußerst wohl. Sind Kleinkinder vorhanden, so sollte man als Halter darauf achten, dass diese beim Spielen mit dem wuchtigen Vierbeiner nicht "unter die Räder kommen". Auch wenn Statistiken zeigen, dass Beißvorfälle von Rottweilern häufiger auftreten, als von anderen Hunden, so ist nicht grundsätzlich davon auszugehen, dass ein Rottweiler agressiver ist als seine Artgenossen - wenngleich die Beißkraft eines Rottweilers die der meisten anderen Hunde deutlich übertrifft.
Zwei Rottweiler Welpen schauen durch einen Holzzaun - © CC0 - Pixaybay - kim_hester

Häufig auftretende Krankheiten beim Rottweiler

Krankheitsbedingte Veranlagungen, auch rassebedingte Disposition genannt, sind beim Rottweiler vor allem in den Bereichen des Herzens als auch der Gelenke und Bänder häufiger zu erwarten. 
So kann es auf Grund einer angeborenen Herzvenenverengung zu einer ausgeprägten Herzschwäche kommen, was den Hund in seiner Fitness sehr einschränkt. 
Hüft- und Ellbogendysplasien können bei Rottweilern im Erwachsenenalter auf Grund von Übergewicht und falscher Haltung, beispielsweise durch zu häufiges Treppensteigen, gefördert werden. 
Auch für Kreuzbandrisse sowie für degenerative Rückenmarksentzündungen sind Rottweiler anfälliger als viele ihrer Artgenossen.

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