Der Pudel - ein beliebter Familienhund

Vielseitige und freundliche Hunderasse

Weißer Pudel mit rotem Fliegen-Halsband auf einem Baumstumpf - © CC0 - Pixabay -  -Andretti-

Der Pudel ist klug, gelehrig und als Familienhund sehr beliebt. Er ist sehr intelligent, lässt sich gut ausbilden und kann auch sehr erfolgreich als Blindenführhund, Therapiehund oder als Lawinenhund eingesetzt werden. Der Pudel ist ein eleganter Hund mit mittleren Proportionen und gelocktem, krausem oder geschnürtem Haarkleid.

Je nach Rasse kann er verschiedene Größen erreichen. Der Toy Pudel ist die kleinste Art und erreicht ein Stockmaß von 25 bis 29 cm, der Zwergpudel misst zwischen 28 und 34 cm, der Kleinpudel erreicht eine Höhe von 35 bis 44 cm und der Großpudel / Königspudel bringt es auf ein stolzes Maß von 45 bis 62 cm. Die anerkannten Fellfarben sind schwarz, braun, silber, weiß, apricot und rot. Die Farben des Fells müssen einheitlich sein und dürfen keine weißen Flecken aufweisen. Seine leicht schräg stehenden Augen sind schwarz oder braun, die Nase sollte schwarz sein. Seine Gangart ist leichtfüßig und leicht tänzelnd.

Nasser Pudel läuft durch Wasser - © CC0 - Pixabay - FROGGYTUFF
Pudel und Wasser, wer hätte das gedacht.

Herkunft und Geschichte des Pudels

Der Pudel ist eine sehr alte Hunderasse und man nimmt an, dass er ursprünglich aus Frankreich kommt. Hier wurde er als Jagdhund gehalten und überwiegend bei der Jagd auf Wasservögel eingesetzt. Die überwiegende Arbeit im Wasser verdankt der Pudel auch seinen Namen, denn die Bezeichnung Pudel leitet sich von Wort Pfuhl oder Pfütze ab. Auf vielen Gemälden der Renaissance sieht man daher Pudel, die in Jagdszenen abgebildet sind. Der gelehrige Pudel wurde aber auch gerne im Varieté oder im Zirkus gezeigt. Den Reichen diente er auch gerne als Schoßhund. Seinen Jagdtrieb hat der Pudel im Laufe der Zeit verloren, geblieben ist aber seine Freude am Apportieren. 
Kleiner Pudel auf einer Wiese, Blick zu Seite - © CC0 - Pixabay - user698
Gern gesehener Gast bei Hundefrisör.

Haltung und Pflege

Da der Pudel sein Fell nicht wechselt, ist er gut für Menschen mit einer leichten Hundehaarallergie geeignet. Tägliches Bürsten mag der Pudel gerne, er sollte daher schon früh an Kamm und Bürste gewöhnt werden. Hierzu sollten eine gute Bürste und ein grob gezinkter, aber nicht zu harter Metallkamm benutzt werden. Durch regelmäßiges Kämmen schützt man die Haare des Pudels außerdem vor dem Verfilzen. Da das Fell schnell wächst, benötigt der Pudel einen regelmäßigen Besuch beim Hundefriseur. Am Besten alle 6 bis 8 Wochen. Durch die großen Hängeohren wird häufig Ohrenschmalz gebildet, welches vorsichtig entfernt werden muss. Die Augen liegen tief und sind ungeschützt und müssen ebenfalls regelmäßig gesäubert werden.
Pudel sitzt in einem Wagen. Im Hintergrund ein Restaurant - © CC0 - Pixabay - angel700w0
Immer schön ausgewogen.

Das perfekte Futter für den Pudel

Die richtige Fütterung des Pudels hängt vom Alter, Gewicht, Aktivität und seinem Gesundheitszustand ab. Ein gesundes Futter bildet immer die Basis einer idealen Ernährung. Das Futter sollte alle wichtigen Nährstoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Fettsäuren enthalten. Geeignet ist hochwertiges Trockenfutter, das alle wichtigen Nährstoffe enthält. 
Beiger Pudel liegt im Gras mit Tennisbällen - © CC= - Pixabay - Karen1219
Stadt-, Land- und/oder Familienhund?

Wohin passt ein Pudel?

Die Erziehung des Pudels ist nicht sehr aufwendig, denn er ist sehr lernwillig. Das Erlernen von Kommandos ist wichtig, da der Pudel mitunter noch seinen Jagd- und Schutztrieb zeigt.
Ein Pudel ist anhänglich, ausgeglichen, aufgeweckt und daher der ideale Begleiter des Menschen. Da er sehr verspielt ist, eignet sich der Pudel auch sehr gut als perfekter und geduldiger Spielkamerad für Kinder. Er lässt sich leicht erziehen, zeigt kein Aggressionsverhalten, ist intelligent und man kann ihm verschiedene Kunststücke beibringen. Ein Pudel lernt oft schon durch bloßes Zuschauen. Man kann erkennen, dass er Sachen macht, die er sich selbst beigebracht hat. Oder er schaut sich Sachen von Menschen oder anderen Hunden ab. Was er einmal gelernt hat, vergisst er nicht mehr.
Wei0er Pudel mit schwarzem Halsband vor schwarzem Hintergrund - © CC0 - Pixabay - Zerocool

Ist der Pudel auf für Anfänger geeignet?

Durch sein ausgeglichenes Wesen eignet sich der Pudel gut als Anfängerhund. Ein Zwergpudel eignet sich besonders gut für ältere Menschen, die in einer kleinen Wohnung leben. Die größeren Rassen sind aktiver und haben einen etwas höheren Bewegungsdrang. Sie freuen sich über alle Hundesportarten, wie zum Beispiel Agility, Dog-dancing, Fly-Ball oder den Schutzhundesport. Wegen seiner Vergangenheit als Jagdhund hat der Pudel immer noch sehr viel Spaß am Apportieren. Er liebt es daher ganz besonders, Bällen oder Stöcken hinterher zu jagen.
Pudel gegenüber einer Stoff-Kuh - © CC0 - Pixabay - user698

Verträgt sich der Pudel mi anderen Haustieren?

Durch sein freundliches Wesen verträgt er sich auch hervorragend mit anderen Haustieren. Auch ist er interessant für Katzenhalter, die über die Anschaffung eines Hundes nachdenken.
Weißer Pudel sitzt zwischen zwei Steinsäulen - © CC0 - Pixabay - Tubuna

Typische Probleme und Krankheiten beim Pudel

Ein Pudel kann im Allgemeinen sehr alt werden, 15 oder 16 Jahre sind keine Ausnahme. Wie bei vielen größeren Hunderassen kann es im Laufe der Zeit auch beim Großpudel zu einer Hüftgelenksdysplasie kommen. Die kleineren Rassen sind gelegentlich anfällig für eine Kniegelenks-Luxation, eine mehr oder weniger starke Verlagerung der Kniescheibe aus der Gelenksrinne. Beim Kleinpudel oder Toy-Pudel kann eine erblich bedingte Augenkrankheit, die prcd-PRA oder ein fortschreitender Netzhautschwund vorkommen. Diese Erkrankung führt zu einer zunehmenden Nachtblindheit sowie dem Verlust der Anpassung des Sehvermögens. Durch die Degeneration der Zapfenzellen kommt es später zu einer völligen Erblindung. Morbus Addison ist eine Autoimmunerkrankung bei der das Immunsystem die Nebennierenrinde zerstört. Sie ist dann nicht mehr in der Lage, lebensnotwendiges Cortisol zu produzieren. Diese Erkrankung kann tödlich verlaufen. 
Viele Erkrankungen können durch einen Test der Zuchttiere ausgeschlossen werden.
Zwei Hunde im Schnee, einer mit Mantel - © CC= - Pixabay - tarjamargitniemi0

Der Pudel im Umgang mit anderen Hunden

Der Pudel geht Auseinandersetzungen am liebsten aus dem Weg und ist anderen Hunden gegenüber freundlich und zurückhaltend.