Golden Retriever - Beschreibung

Beliebter Familienhund

Golden Retriever springt über Wiese - © Photo-SD / stock.adobe.com / #115503440

Der Golden Retriever ist ein mittelgroßer Hund, der aus Großbritannien stammt. Seine ausgeprägte Muskulatur, sein kräftiger Körper sowie seine Lernfähigkeit machen ihn zu einem zuverlässigen Arbeitshund. Auch als Familienhund ist die Rasse sehr beliebt, seit sie in den 1990-er Jahren im Fernsehen in Spielfilmen und in der Werbung für Auftritte herhalten musste. Zumindest ihrer Popularität haben diese nicht geschadet. 
 

Golden Retriever aufmerksam am Meer - © CC0 - Pixabay - Bilder_meines_Lebens
Anerkannte Rasse seit 1913

Herkunft und Geschichte des Golden Retriever

Dank der Aufzeichnungen von Dudley Marjoribanks, seinerzeit erster Lord Tweedmouth, ist bekannt, dass der Golden Retriever in Großbritannien gezüchtet wurde. Seine Vorfahren waren Retriever verschiedener Farbschläge, Tweed Water Spaniel, der Bluthund sowie der Irish Red Setter. Im Jahr 1913 erkannte der britische Kennel Club die Rasse an. Sieben Jahre später gründete sich der Club für Golden Retriever. Erst in den 1980-er Jahren wurde die Rasse in Europa bekannt. Inzwischen zählt sie zu den beliebtesten überhaupt. Man nutzt sie als Arbeits-, Gebrauchs-, Jagd- und Familienhund. 
3 Golden Retriever Welpen mit unwiderstehlich süßem Blick - © CC0 - Pixabay - JacLou
Hunde-Shampoo empfohlen.

Haltung, Pflege und Futter eines Golden Retrievers

Aufgrund seines mittellangen Fells mit dichter Unterwolle ist die Haltung des Golden Retrievers im Freien unproblematisch. In der warmen Wohnung fühlt er sich hingegen weniger wohl. Wer ihn im Haus unterbringen möchte, sollte ihm die Möglichkeit bieten, sich an einen kühleren Platz zurückzuziehen, beispielsweise in die ungeheizte Diele. Das Fell des Golden Retrievers muss regelmäßig gepflegt werden, damit es nicht verfilzt. Dazu empfiehlt sich das wöchentliche Kämmen und Bürsten. Bei stärkeren Verschmutzungen, beispielsweise wenn sich der Hund im Aas gewälzt hat, ist ein Duschbad angesagt. Ein Hunde-Shampoo oder ein mildes Baby-Shampoo können verwendet werden. Als Futter kann ein Fertigfutter verwendet werden, wobei es sich um eine hochwertige Sorte mit einem hohen Fleischanteil handeln sollte. Auch das Barfen verträgt der Golden Retriever gut. Die Menge richtet sich nach dem allgemeinen Gesundheitszustand, der körperlichen Betätigung und dem Alter des Hundes. 
Weißer Golden Retriever Welpe läuft durch den Schnee - © CC0 - Pixabay - suhsam

Wohin passt der Golden Retriever?

Da der Golden Retriever mit Kindern gut zurecht kommt, passt er in die aktive Familie. Ohnehin sollte es ihm an Bewegung nicht mangeln, sonst entwickelt er einen Dickkopf und reagiert unausgeglichen. In bestimmten Situationen kann er dann schon mal zuschnappen. In der Stadt begleitet er seine Leute souverän beim Bummeln. Man sollte ihm aber Gelegenheit zum Freilauf bieten, damit er sich ordentlich auspowern kann. Ein Leben auf dem Land, wo er sich auf dem Grundstück nach Lust und Laune austoben kann und ihm der ausreichende Kontakt zu seinen Menschen ermöglicht wird, bietet ideale Bedingungen. 
Golden Retriever schwimmend mit Stock im Maul - © CC0 - Pixabay - Didgeman

Typische Probleme und Krankheiten eines Golden Retrievers

Leider war der Golden Retriever in den 1990-er Jahren ein Modehund. Überzüchtung und daraus folgende gesundheitliche Schäden waren Folgen, die bis heute nicht ausgemerzt werden konnten. So neigt die Rasse zu Mastzell-Tumoren, Netzhaut-Erkrankungen, Epilepsie sowie Hüft- und Ellenbogengelenksdysplasie. Auch Muskelerkrankungen sind keine Seltenheit. Dennoch kann der Golden Retriever 10 Jahre und älter werden. 
Golden Retriever Welpe mit rotem Halsband - © CC0 - Pixabay - SmBerG

Besonderheiten der Rasse

Wenngleich der Golden Retriever verschiedene Arbeiten zuverlässig ausführt, liegt ihm das Apportieren am ehesten im Blut. Aus diesem Grunde sollten ihn seine Halter als Helfer bei der Jagd einsetzen oder ihm andere Gelegenheiten für diese Aufgabe bieten. Möglich ist beispielsweise das Heranbringen von Stöckchen und Bällen. Ebenfalls eignen sich das Apportier-Holz und der Apportier-Dummy zum Trainieren.