Der Dackel - Alles über den kleinen Dachshund

Dackel auf grüner Matte - © CC0 - Pixabay - skeeze

Dackelblick, ein länglicher Rumpf und kurze krumme Beine - Der Dackel, der im Englischen auch als Sausage Dog (Würstchen-Hund) bezeichnet wird, zählt zu den beliebtesten Hunden in Deutschland. Doch der kleine Hund sieht nicht nur süß aus, er ist eigentlich ein Jagdhund und wurde ursprünglich zur Jagd auf Dachse gezüchtet. Einen besonderen Boom erlebte der Dackel während der 60er und 70er Jahre. Danach wurde er eher wieder nur von Jägern und Senioren gehalten. Heute sieht man ihn aber auch immer wieder in Begleitung junger Menschen und Familien. 

Schwarzer Dackel auf Treppe - © CC0 - Pixabay - werner22brigitte

Aussehen und Charaktereigenschaften eines Dackels

Die auffälligsten Merkmale am Erscheinungsbild des Dachshundes sind sicherlich der langgestreckte Rumpf und die kurzen Beine. Den Kopf mit seinen hängenden, abgerundeten Ohren hält er aufrecht nach oben gestreckt. Es gibt den Dackel in drei Fellvariationen: Langhaar, Kurzhaar und Rauhaar. Das Fell kann sowohl einfarbig rot, braun oder gelblich, als auch gefleckt oder gestromt sein. Der Dackel, von Jägern auch Teckel genannt, wird bis zu 35 cm groß und wiegt zwischen 7 und 15 Kilogramm. Auch was die Größe angeht gibt es Unterschiede: Der Brustumfang des gewöhnlichen Teckels liegt bei über 35 cm, der des Zwergteckels zwischen 30 und 35 cm und der Brustumfang des Kaninchenteckels liegt bei ca. 30 cm.
Der kleine Hund sieht zwar putzig aus, doch er ist sehr selbstbewusst und neigt zur Dickköpfigkeit. Von größeren Hunden lässt er sich keine Angst einjagen. Eine konsequente Erziehung von Anfang an ist daher äußerst wichtig, da eine spätere Umerziehung meist schwierig ist. Der Dackel wird abgesehen von seinem sturen Wesen auch als klug, verspielt und sehr freundlich beschrieben. 
Dackel Welpe - © CC0 - Pixabay - congerdesign

Geschichte und Herkunft des Dackels

Der Dackel wurde bereits im Mittelalter gezüchtet und stammt vom „Keltenbracke“ ab. Die Kelten nahmen die Vorfahren des Dackels schon damals mit zur Jagd. Der Dackel wurde zunächst zur Jagd auf Dachse und Füchse eingesetzt, daher auch die Bezeichnung „Dachshund“. Er sollte in den Bau des Beutetiers kriechen und dieses vor sich her aus dem Bau treiben. Der längliche Körper und sein selbstbewusster Charakter waren hierfür von großem Vorteil. Auch zur Verteidigung des Hofs vor Hühnerdieben in Form von Füchsen war der Dackel damals sehr beliebt. In Deutschland wurde 1888 die erste offizielle Dackelzucht vermerkt. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts verbreitete der Dackel sich auch über deutsche Grenzen hinaus.
Dackel läuft auf einer Wiese mit Tennisball im Maul - © CC0 - Pixabay - Pipsimv

Die richtige Pflege und das perfekte Futter für einen Dackel

Der Dackel ist ein kleiner Hund und braucht dementsprechend keine großen Mengen an Futter. Man sollte auf einen abwechslungsreichen Speiseplan setzen und ihn auf keinen Fall überfüttern. Als Welpe sollte der Dackel dreimal am Tag, später dann zweimal zu regelmäßigen Zeiten gefüttert werden. Die Mahlzeiten sollten einen hohen Fleischanteil und wenig Getreide und Zuckerzusätze aufweisen, so dass der Hund mit allen benötigten Nährstoffen versorgt wird. Wie die meisten Hunde nimmt er Leckerlis gerne an. Diese sollten dann aber mit einer kleinen Bewegungseinheit wieder abtrainiert werden, denn Übergewicht tut dem Dackel gar nicht gut.
Bei der Anschaffung eines Dackels sollte der Züchter mit Vorsicht ausgewählt werden. Der kleine Neuankömmling sollte zu Beginn geimpft und in regelmäßigen Abständen entwurmt werden. Die Fellpflege hängt stark davon ab, ob es sich um einen Rauhaar-, Kurzhaar oder Langhaardackel handelt. Rauhaar und Kurzhaar sind recht unkompliziert. Wer das Fell regelmäßig bürstet und trimmt wird keinen großen Aufwand damit haben. Beim Langhaardackel sollte das Fell häufiger gebürstet werden, so dass es nicht zu Verfilzungen kommt. Eine ausgewogene Ernährung ist die Basis für schönes glänzendes Fell. Außerdem sollte der kleine Jagdhund regelmäßig auf Zecken untersucht werden. 
DAckel - © CC0 - Pixabay - ivanovgood

Wohin passt der Dackel und was ist bei der Haltung zu beachten?

Der Dackel ist ein liebes, aufgewecktes Kerlchen. Er liebt Bewegung und Beschäftigung. Seine größte Leidenschaft ist das Buddeln im Garten (Achtung Gartenliebhaber!). Wird dem Dackel genügend Auslauf und Möglichkeiten zum Wühlen geboten, kann er sowohl auf dem Land als auch in der Stadt gehalten werden. Mit Kindern kommt er in der Regel gut klar. Der Dackel ist eigentlich ein Alleingänger. Trotzdem kann man ihn gut an andere Hunde gewöhnen. Katzen und Kleintiere wecken hin und wieder seinen Jagdinstinkt.
Dackelblick - © CC0 - Pixabay - volovalere

Typische Probleme und Krankheiten

Auch wenn der kleine Jagdhund recht robust ist, gibt es doch einige typische Erkrankungen. Aufgrund des Körperbaus können Dackel (vor allem bei Übergewicht) unter Rückenproblemen leiden. Die bei Dackeln am häufigsten auftretende typische Erkrankung ist die Dackellähme, eine Art Bandscheibenvorfall. Hierbei verliert der Dackel durch eingeklemmte Nervenbahnen die Kontrolle über seine Hinterläufe. Abgesehen davon treten bei Dackeln auch weitere Erkrankungen wie Rheuma, Epilepsie, Harnsteine oder Erkrankungen an Haut und Augen hin und wieder auf.
Dackel mit blauer Frisbee im Maul - © CC0 - Pixabay - Katrinbechtel

Der Dackel als Jagdhund

Der kleine Hund wurde ursprünglich zur Jagd gezüchtet und wenn man ihn lässt und fördert, ist er auch heute noch wunderbar als Jagdhund einsetzbar. Wer einen Jagdschein besitzt, kann mit dem Teckel (Jägersprache für Dackel) gleich mehrere Jagdprüfungen wie zum Beispiel Stöberprüfungen, Schweißarbeiten oder Waldsuche ablegen. Der Teckel eignet sich besonders gut zur Bau- und Schweißjagd, kann aber auch zur Wasserarbeit und zur Drückjagd eingesetzt werden. Auch wer den Dackel nicht als Jagdhund einsetzt, sollte ihn regelmäßig in anderer Form beschäftigen, zum Beispiel in Form von Versteck- oder Stöberspielen. Agility eignet sich für den Dackel aufgrund seiner Körperform eher weniger.