Der Cavalier King Charles Spaniel im Portrait

Ein sanftmütiger und liebevoller Begleiter

Cavalier King Charles Spaniel - Kopf - grüner Hintergrund - © CC0 - Pixabay - Alexas_Fotos

Dem Menschen liebevoll zugewandt und äußerst lernwillig erweist sich der Cavalier King Charles Spaniel als ein perfekter Begleiter. Durch sein freundliches Wesen gilt er auch als idealer Familienhund. Der britische Rassehund wird im FCI-Standard den Gesellschafts- und Begleithunden der Gruppe 9 zugeordnet. Mit einem Gewicht von 5,5 bis 8 kg und einer Höhe von 32 bis 34 cm zählen die Hunde zu den kleinen Rassehunden. 

Cavalier King Charles Spaniel - Nahaufnahme Kopf - © CC0 - Pixabay - Alexas_Fotos

Geschichte und Herkunft des Cavalier King Charles Spaniels

Wer den geschichtlichen Spuren der Rasse folgt, muss erkennen, dass der heutige Cavalier King Charles Spaniel erst im Jahr 1945 vom Kennel Club anerkannt wurde. Die Geschichte der Rasse reicht jedoch weit zurück und führt direkt zum britischen Hochadel. Auf vielen berühmten Ölgemälden finden sich die Vorfahren der heute so beliebten Hunderasse, so zum Beispiel auf einem Bildnis der Kinder Karls I., auf dem die freundlichen Hunde als Spielkamerad der Kinder des Königs in Szene gesetzt wurden. Erwähnung findet die Rasse bereits in mittelalterlichen Dokumenten. Zu dieser Zeit galt die Rasse als sehr robust und litt noch nicht unter den durch die Neuzucht verursachten Erbkrankheiten.
Cavalier King Charles Spaniel  vor einer Sanddüne - © CC0 - Pixabay - Glavo
Über die Jahrhunderte wurde die Rasse immer mehr mit Blick auf das niedliche, ja fast schon kindliche Aussehen gezüchtet und so wurde die Schnauze verkürzt und die Augen größer. Der alte Typus des King Charles Spaniel mit einer ausgeprägteren Schnauze wurde nicht zuletzt durch den Amerikaner Roswell Eldridge wieder gezielt gezüchtet. Dieser lobte eine hohe Summe für eine Rückzucht aus. Den ausgeschriebenen Preis erhielt letztlich die Züchterin Mosty Walker. Heute erfreut sich die Rückzucht einer hohen Beliebtheit. 
Cavalier King Charles Spaniel an der Leine auf einer Wiese - © CC0 - Pixabay - Alexas_Fotos

Haltung und Pflege des Cavalier King Charles Spaniels

Die Haltung des Cavalier King Charles Spaniels ist aufgrund seines Wesens eher unkompliziert. Hunde der Rasse lassen sich gut erziehen und freuen sich über jegliche Art von Aufmerksamkeit. Zwar benötigt der Cavalier King Charles Spaniel nicht sehr viel sportliche Bewegung, dennoch sind regelmäßige Spaziergänge und auch kleinere Sporteinheiten wie Apportieren durchaus ein Muss. Besonders begeistert sind die kleinen Hunde von Wasser, was durchaus gerne durch ein Bad im See oder Teich bewiesen wird.
Cavalier King Charles Spaniel - © CC0 - Pixabay - Alexas_Foto
Regelmäßige Fellpflege ist bei dem langen und seidigen Fell des Cavalier King Charles Spaniel natürlich Pflicht und sollte zur täglichen Routine zählen. Ohren und Pfoten sollten bei der Pflege besondere Beachtung finden, denn hier kommt es gerne zu Verfilzungen. Es empfiehlt sich, die Augen regelmäßig zu reinigen und auch auf eventuelle Reizungen oder Entzündungen zu achten. Bei der Fütterung zeigt sich der liebevolle Cavalier King Charles Spaniel recht anspruchslos, jedoch sollte auf eine gesunde Ernährung geachtet werden und das Gewicht regelmäßig einer Kontrolle unterzogen werden.
Cavalier King Charles Spaniel

Der Cavalier King Charles Spaniel eignet sich für das Stadt- und Landleben

Fröhlich, lieb und aufgeschlossen geht der Cavalier King Charles Spaniel auf Menschen zu. Entsprechend fügt er sich auch in jede Umgebung gut ein. Der kleine Rassehund fühlt sich auf dem Land beim Spielen im heimischen Garten und beim Mäusejagen ebenso wohl wie in einer Stadtwohnung mit regelmäßigen Spaziergängen. Wichtig ist dem knuffigen Hund nur ausreichend menschliche Nähe, denn der Cavalier King Charles Spaniel legt großen Wert auf Lob und Streicheleinheiten. Für Abwechslung kann auch der Besuch einer Hundeschule genutzt werden oder der Gang auf den Hundesportplatz, denn letztlich hat der Cavalier King Charles Spaniel gerne Kontakt zu anderen Tieren und auch Menschen und scheut auch keine sportliche Herausforderung, solange das Tempo seiner Körpergröße entsprechend angepasst wird.
Cavalier King Charles Spaniel spielt am Strand mit einem Holzstück

Robuste Rasse mit zuchtbedingten Erbkrankheiten

Einst war die britische Hunderasse als sehr robust bekannt und auch heute zeigen sich Hunde ohne Erbkrankheiten meist mit einer sehr guten Gesundheit und sind sehr agil bis ins Alter. Durch die kleine Basis an Hunden mit der, der heutige Cavalier King Charles Spaniel gezüchtet wurde, schlichen sich einige Erbkrankheiten in die Zucht ein. Eine der wichtigsten ist eine Fehlfunktion der Herzklappen (Mitral-Valve-Disease), die meist tödlich verläuft. Ein weiterer Punkt sind Nervenkrankheiten wie das Episodic Fall Syndrome. Da bei der Rasse noch weitere rassetypische Krankheiten auftreten können, ist es besonders wichtig, sich für die Anschaffung an einen erfahrenen Züchter zu wenden. Dieser sollte nachweisen können, dass seine Zuchttiere frei von Erbkrankheiten sind. Typische Krankheitsbilder kleiner Rassen treten zudem auch beim Cavalier King Charles Spaniel auf, so kommt es hin und wieder zu Allergien oder auch Problemen mit der Kniescheibe. Grundsätzlich gilt, ein regelmäßiger Gesundheitscheck ist wie auch bei anderen Rassen ein absolutes Muss.
Cavalier King Charles Spaniel liegend - © CC0 - Pixabay - alles-so-schoen-bunt-hier

Besonderheiten des britischen Rassehundes

Die Besonderheit der Rasse liegt eindeutig in ihrem ruhigen und liebevollen Wesen. Der Cavalier King Charles Spaniel ist wie schon seine Vorfahren ein idealer Gefährte für Kinder und auch mit alten Menschen kommt der Rassehund problemlos in Kontakt und passt sich ihren Bedürfnissen an. Da die Tiere auch sehr gelehrig sind gut erziehbar, werden sie auch gerne als Therapiehunde ausgebildet und kommen vorwiegend in Kliniken und Pflegeheimen zum Einsatz. Hier kommt ihnen nicht nur ihr Wesen zugute, sondern auch ihr knuffiges Aussehen, mit dem sie schnell die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.