Australian Shepherd - Beschreibung

Nichts für die kleine Stadtwohnung

liegender Australian Shepherd auf Waldboden im Herbst - © ksuksa / stock.adobe.com / #49975423

Der Australian Shepherd ist ein Arbeitshund, der zum Schafehüten gezüchtet und auch heute noch gehalten wird. Aufgrund seines angenehmen Charakters macht er sich auch als Familienhund gut. Allerdings müssen ihm seine Leute das richtige Umfeld bieten können. In der Pflege stellt er besondere Ansprüche. 

Ein Australian Shepherd am Wasser mit neugierigem Blick - © CC0 - Pixabay - Asiabasia

Allgemeine Beschreibung

Der Australian Shepherd ist ein mittelgroßer Hund mit einer Schulterhöhe von ungefähr 55 Zentimetern. Hündinnen sind etwas kleiner. Sein glattes oder leicht gewelltes Haar besitzt eine dichte Unterwolle, die den Hund gegenüber Nässe und Kälte unempfindlich macht. Es wird in den Grundfarben Black, Red, Blue- und Redmerle gezüchtet. Der FCI-Standard erlaubt zusätzlich weiße und kupferfarbene Abzeichen, die vorwiegend im Bereich rund um die Ohren und Augen getragen werden. Das Wesen kann als ausgeglichen bezeichnet werden, sofern der Hund mental und physisch ausreichend ausgelastet wird. Er lernt außerordentlich schnell und übernimmt gern ihm übertragene Aufgaben. 
Australian Shepherd im Profil - Kopf und Hals - © CC0 - Pixabay - AgnethaA

Herkunft/Geschichte

Die in den USA gezüchtete Rasse diente ursprünglich dem Hüten der Australien Sheeps, einer Schaf-Rasse, die aus Australien eingeführt worden war. Daher bekam der Hund seinen Namen. Im Jahr 1957 erfolgten die ersten Eintragungen ins Zuchtbuch des Shepherd-Clubs ASCA, neun Jahre später gründete sich die Zuchtgemeinschaft IASA. Durch Zusammenschluss entstand 1980 der Rasseclub. Nach Europa gelangte der Australian Shepherd in den 1970-er Jahren. Für die Zucht gilt der FCI-Standard. 
Australian Shepherd mit hängenden Ohren - © CC0 - Pixabay - JACLOU-DL

Haltung/Pflege/Futter

Wenngleich der Australian Shepherd ein gelehriger Hund ist, der sich in unterschiedliche Aufgabengebiete einfügt, sollte sich der Halter des Ursprungs bewusst sein. Als Hütehund ist es der Shepherd nicht nur gewohnt, sich körperlich auszupowern. Ihm verlangte man auch ab, Entscheidungen selbst zu treffen. Aus diesem Grunde braucht er zugleich eine psychische Auslastung, sonst fühlt er sich unwohl und reagiert dominant. Empfehlenswert sind beispielsweise der Hundesport, der Einsatz als Such- und Begleithund im Rettungsdienst, die Fährtenarbeit oder das Dog Dancing.
Das Fell des Australian Shepherds will regelmäßig gepflegt sein, sonst neigt es zum Verfilzen. Insbesondere hinter den Ohren und an den Vorderläufen benötigt es neben der Bürste den Kamm. Diese Aufgabe kann der Halter selbst übernehmen. Geschoren wird die Rasse nicht. Gefüttert wird der Hund mit Nass- oder Trockenfutter. Eine Alternative stellt das Barfen dar. Die Mengenangaben richten sich nach dem Alter, der individuellen Größe und der körperlichen Auslastung. Da die Rasse anfällig für Allergien ist, kann ein Spezialfutter notwendig sein. 
Australian Shepherd sitzend im Schnee - © CC0 -  Pixabay - RTRSpitfire

Wohin passt der Australian Shepherd?

Ein Stadthund ist der Australian Shepherd nicht, es sei denn, sein Halter kann den ganzen Tag mit ihm unterwegs sein. In der engen Stadtwohnung ist er nicht ausgelastet und es würde ihm auch zu warm. Aufgrund seines dichten Fells verbringt er gern einen Großteil des Tages im Freien. Ein Haus mit großem Grundstück wäre ideal für ihn. 
Australian Shepherd mit hellen Augen im Schnee - © CC0 - Pixabay - Nordwind

Typische Probleme/Krankheiten

Aufgrund einer zeitweiligen Modeerscheinung kam es teilweise zur Überzüchtung der Rasse und somit zu genetischen Problemen. So treten beispielsweise auffallend häufig Schilddrüsen-, Autoimmun- und Herzerkrankungen auf. Auch Epilepsien, Allergien sowie Empfindlichkeiten gegenüber Arzneistoffen sind bekannt. Blindheit und Taubheit treten bei bestimmten Verpaarungen auf. Derartige Qualzuchten sind in Deutschland und anderen Staaten verboten. 
Australian Shepherd im Profil vor einer Ziegelmauer - © CC0 - Pixabay - heyerlein

Besonderheiten

Der Australian Shepherd kommt gut mit Kindern zurecht.