Hundepensionen - PRO und CONTRA

Der Hund darf nicht mit, was dann?

Hund in Hundehütte auf Autoreifen, dahinter leere Fässer - © CC0 - Pixabay - fernandozhiminaicela

Katzen wird nachgesagt, dass sie sich an ihr Zuhause gewöhnen, während Hunde sich an ihren Menschen orientieren. Für den Hundebesitzer ist es daher selbstverständlich, seinen Vierbeiner überall hin mitzunehmen. Doch nicht immer ist dies möglich, beispielsweise in den Urlaub. Wohin mit dem Hund, wenn niemand aus der Familie zu Hause bleibt und gute Freunde keine Zeit haben? Die Hundepension scheint eine gute Lösung. Doch sie bietet Vor- und Nachteile. 

Zwei Hund sitzen am Strand und blicken aufs Meer - © CC0 - Pixabay - AnnerleyHub

Wann der Hund nicht mit in den Urlaub darf

Hundebesitzer achten bei der Auswahl des Urlaubsziels im Allgemeinen auf die Bedürfnisse ihres Hundes. Doch manchmal möchte man in eine Region, die sich nur mit dem Flugzeug erreichen lässt. Einige Hunde, insbesondere wenn sie aus dem Ausland stammen und auf diesem Transportweg ins Land gebracht wurden, haben gegen diese Beförderungsart eine Phobie entwickelt. Es wäre nicht zu ihrem Vorteil, sie noch einmal ins Verkehrsmittel zu zwingen, zumal sie den Flug in einer Box verbringen müssten und sich die Reise mit dem Flugzeug nicht einfühlsam trainieren lässt. 
Symbolfoto - Spritze - © CC0 - Pixabay - qimono

Erforderliche Impfungen

Manchmal spielt der Impfstatus des Hundes eine Rolle für die Entscheidung, ihn zu Hause zu lassen. Denn in einige Länder darf man mit dem Hund nur einreisen, wenn bestimmte Titer nachgewiesen werden können. Letztlich fällt es alten und kranken Hunden schwer, über Stunden unterwegs zu sein. In diesen Fällen muss für eine andere Unterbringung gesorgt werden, beispielsweise in der Hundepension. 
Hund mit Spielzeug im Maul - © CC0 - Pixabay - Alexas_Fotos

Vorteile einer Hundepension

Wer eine Hundepension betreibt, hat gewisse Vorgaben zu erfüllen. Beispielsweise muss für die Hunde ausreichend Platz vorhanden sein. Niemand braucht befürchten, dass der eigene Hund den ganzen Tag in einer kleinen Box oder im Zwinger verbringen muss. Da gerade in der Urlaubszeit mehrere Menschen ihre Vierbeiner in der Hundepension unterbringen, sind ständig Artgenossen vorhanden. Mit ihnen macht dem Hund das Spielen Spaß, das übrigens stets unter der Kontrolle einer Aufsichtsperson erfolgt. Sie besitzt einen Sachkundenachweis, so dass eine hohe Qualität bei der Betreuung der Vierbeiner gewährleistet sein dürfte. 
Vier Hunde sitzen nebeneinander auf einer Wiese, alle mit herausragender Zunge - © CC0 - Pixabay - JenniGut

Individuelle Bedürfnisse des Hundes

Gute Hundepensionen informieren sich im Vorfeld über die individuellen Bedürfnisse ihres Gastes und gehen auf seine Eigenheiten ein. Sind die Hundepensionen voll belegt, braucht niemand befürchten, dass alle Tiere in der Meute Freigang erhalten. Vielmehr erfolgt eine Zusammenstellung von Gruppen, in denen die Mitglieder möglichst gut miteinander harmonieren. Sollte es doch einmal zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen ihnen kommen, besitzt das Personal das notwendige Know how, um die Tiere zu trennen und eventuelle Verletzungen zu versorgen. Muss der Hund nach einem solchen Vorfall dem Tierarzt vorgestellt werden, kommt für die Kosten die Haftpflichtversicherung der Hundepension auf. 
Hund an der Leine auf Wiese, eine Vorderpfote angehoben - © CC0 - Pixabay - MabelAmber

Gute Qualität durch große Konkurrenz

Da die Konkurrenz unter den Anbietern inzwischen relativ hoch ist, versuchen Hundepensionen, ihre Standards gegenseitig zu überbieten. So ist es nicht selten, dass Hunde für die Zeit der Unterbringung in der Familie des Personals aufgenommen werden, so dass ständig der Kontakt zum Menschen besteht. Im Vergleich zur Buchung eines stundenweisen Tiersitters ist für den Hund in der Hundepension also eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung gewährleistet. 
Hund bei Spaziergang im Wald mit Mann und Frau - © CC0 - Pixabay - jchoate7

Nachteile einer Hundepension

Dürfte der Hund zwischen einer beschwerlichen Reise mit seinen Leuten und der bequemen Unterbringung in der Hundepension wählen, würde er immer das Beisammensein mit der Familie vorziehen. Ebenso wie Menschen sehnen sich Hunde nach ihren Bezugspersonen, selbst wenn sie nur kurze Zeit von ihnen getrennt sind. 
Drei Hunde auf Wiese - © CC0 - Pixabay - Alexas_Fotos

Neue Umgebung für den Hund

Anders als bei der Betreuung durch den Tiersitter zu Hause müssen sie sich in der Hundepension an neue Gegebenheiten gewöhnen. Die Unterbringung, der Tagesablauf sowie Menschen und Artgenossen sind fremd. Letztere können sie sich nicht selbst aussuchen, so dass es passieren kann, dass die Chemie nicht stimmt. Dadurch können Konflikte entstehen, die der Hundebesitzer nicht vorhersehen kann. 
Eingeseifter schwarzer Hund - © CC0 - Pixabay - AmandaCullingford

Hunde können leider nicht sprechen

Aus mehreren Gründen ist es wichtig, sich die Hundepension frühzeitig sorgfältig auszusuchen. Obwohl die Betreiber der Pension ihre Befähigung gesetzlich nachweisen müssen, sagt dies nicht allzu viel über die tatsächliche Qualität in ihrem Haus aus. Möglicherweise nimmt man es mit der Hygiene nicht so genau oder man vergisst, dem Hund die notwendigen Medikamente zu geben. Da Hunde nicht sprechen können, ist es schwierig, derartige Mängel im Nachhinein nachzuweisen. 
Ängstlicher Blick eines Hundes - © CC0 - Pixabay - Brett_Hondow

Hundeschule hilft

Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass etliche Hunde durch ihre Besitzer nur mäßig sozialisiert werden. Da man oft auf den Besuch der Hundeschule verzichtet, ist den Vierbeinern der Umgang mit mehreren Artgenossen zeitgleich unbekannt. Sie reagieren verunsichert und ängstigen sich womöglich. 
Kleiner Hund am Beim von Frauchen am Sofa - © CC0 - Pixabay - StockSnap

Vertrautes nicht vorhanden

In jeder Familie gibt es bestimmte Rituale. Diese erleichtern dem Hund den Alltag. In der Hundepension, sei sie auch noch so hochwertig ausgestattet, können dem Vierbeiner nicht alle Bequemlichkeiten geboten werden. Selbst wenn der Hund mit aufs Sofa darf, ist das abendliche Kuscheln mit fremden Menschen etwas anderes als das mit Frauchen und Herrchen. Zu bedenken ist auch, dass Hunde zu einem Großteil über die Nase Eindrücke aufnehmen. Das unbekannte Terrain riecht nun einmal nicht nach dem, was der Hund normalerweise gewohnt ist.