Reisen im Flugzeug mit dem Hund

Worauf muss ich achten, wenn ich mit meinem Hund fliegen will?

Tragfläche eines Flugzeuges aus Passagierkabine fotografiert. - © CC0 - Pixabay - Fuzz

Wer einen Hund besitzt, will diesen auch im Urlaub bei sich haben. Doch insbesondere bei Flugreisen gilt es hierbei einige Punkte zu beachten. Denn natürlich sollte das Tier während des Transports so wenig Stress wie möglich haben. Die unterschiedlichen Airlines regeln diesen Punkt teilweise sehr unterschiedlich. Zudem muss der Hundehalter überlegen, ob es Sinn macht, dem Vierbeiner im Vorfeld eine Beruhigungstablette zu geben. Der folgende Text listet alle Punkte auf, die es vor dem Flug zu beachten gilt. 

Hund und Herrchen springen aus Flugzeug (mit Fallschirm) - © CC0 - Pixabay - skeeze

Darf jeder Hund fliegen?

Bevor ein Flug gebucht wird, sollte abgeklärt werden, ob der eigene Hund überhaupt fliegen darf. Einige Rassen, wie zum Beispiel bestimmte Kampfhunde oder stumpfnasige und kurzköpfige Tiere, werden unter Umständen von einigen Fluggesellschaften nicht mitgenommen. Gerade Letztere können in Stresssituationen schnell Probleme mit der Atmung bekommen. Daher sollte ihnen ein anstrengender Flug möglichst erspart werden. Wer sich nicht sicher ist, ob das eigene Tier fliegen darf, sollte sich hierzu im Vorfeld mit seinem Tierarzt besprechen. 
Formularanmeldung am Laptop - © CC0 - Pixabay - rawpixel

Den Tiertransport rechtzeitig anmelden

Bei vielen Fluggesellschaften kann ein Tiertransport bis 24 Stunden vor dem Abflug angemeldet werden. Dennoch macht es Sinn, das Ticket mit dem eigenen zu buchen. Dadurch lassen sich alle offenen Fragen im Vorfeld klären und Unklarheiten beseitigen. Zudem kann sich der Hundehalter sicher sein, dass im Flugzeug ausreichend Platz für seinen Vierbeiner ist. Wie teuer der Transport letztlich ist, hängt unter anderem von der Größe des Hundes ab. In der Regel fallen hierfür zwischen 35 Euro und 300 Euro an.
Teddybär mit Spritze - © CC0 - Pixabay - Myriams-Fotos

Welche Einreisebestimmungen gilt es zu beachten?

Um im Urlaub keine Probleme zu bekommen, sollten die Einreisebestimmungen des jeweiligen Landes beachtet werden. Das Auswärtige Amt gibt Auskunft darüber, welche Papiere und Impfungen gefordert sind. Am besten wird bereits ein halbes Jahr vor der Reise mit den Vorbereitungen begonnen, um auch wirklich nichts zu vergessen. Alle relevanten Dokumente sollte der Hundehalter dann während des Fluges bei sich tragen. Eventuell macht es auch Sinn, Kopien davon außen an der Hundetransportbox anzubringen. 
Hund mit Mütze am Strand - © CC0 - Pixabay - Eric-Tanas

Kabine oder doch besser Frachtraum?

Kleine Hunde werden oft als Handgepäck eingestuft und dürfen in der Kabine in einer Box mitreisen. Letztere darf allerdings eine gewisse Größe nicht überschreiten. Der Hund kann aber nur in der Kabine mitreisen, wenn er nicht zu mehr als acht Kilogramm wiegt. Wichtig ist auch, dass der Halter dafür sorgt, dass das Tier den Behälter während des Fluges nicht verlässt. Große Rassen müssen bei vielen Airlines wie Sondergepäck aufgegeben werden und werden im Frachtraum untergebracht. Einige Fluggesellschaften stellen den Haltern Transportboxen zur Verfügung. Bei anderen Airlines müssen diese privat mitgeführt werden. Zudem gelten für Kampfhunde zumeist spezielle Vorschriften, wie zum Beispiel der Transport in einem sicheren Käfig. 
Adressschid in grün, Skizze - © CC0 - Pixabay - janjf93

Welche Transportbox ist die richtige?

Die Transportbox muss nicht nur bestimmte Maße einhalten, sondern auch bissfest, wasserundurchlässig und gut belüftet sein. Zudem sollte der Hund in ihr stehen, sich drehen und auch liegen können. Er sollte immer ausreichend Luft bekommen, das gilt sowohl für Kurzstreckenflüge wie auch für Langstreckenflüge. Wer noch nie mit Hund geflogen ist, sollte sich im Fachhandel ausführlich beraten lassen, um das ideale Transportbehältnis zu finden. An diesem wird vor der Reise der Name des Hundes sowie die Adresse und die Telefonnummer des Haltes gut erkennbar angebracht. 

Damit sich der Vierbeiner schon im Vorfeld mit der Transportbox anfreunden kann, sollte sie schon einige Tage vor der Reise in der Wohnung aufgestellt werden. Idealerweise wird ab und zu ein Leckerli in diese gelegt. Dadurch wird der Hund zunächst nur positive Dinge mit ihr verbinden. 
Kleiner Hund in Decke eingewickelt - © CC0 - Pixabay - StockSnap

Wie wird der Hund auf den Flug vorbereitet?

Wenn der Hund noch in der Wohnung in die Transportbox geht, wird er mit einem Leckerli oder einer gründlichen Streicheleinheit belohnt. Vielleicht legt er sich sogar hinein und schläft eine Weile. Um dies zu erreichen, sollte eine Kuscheldecke oder das Lieblingsspielzeug hineingelegt werden. Dadurch nimmt der Vierbeiner bekannte Gerüche auf und fühlt sich sofort etwas wohler. Im Idealfall wird er sich dann nicht sträuben, sich auch am Tag der Reise in diese zu legen. Vor dem Flug sollte sich der Vierbeiner noch bei einem langen Spaziergang körperlich betätigen. Dadurch schläft er dann eventuell in der Transportbox und bekommt von der Reise nicht viel mit. 
Hund sieht beim Autofenster hinaus - © CC0 - Pixabay - Heszter
Vielleicht doch mit dem Auto oder mit dem Zug?

Alternativen zum Flug überlegen

Wenn der Vierbeiner noch vor dem Betreten des Fliegers sehr aufgeregt und nervös ist, sollte er viel gestreichelt und gekrault werden. Einige Hundehalter geben ihren Tieren Beruhigungsmittel, damit sie während des Fluges schlafen. Bei diesem Thema scheiden sich die Geister. Denn einige dieser Mittel können teilweise extreme Nebenwirkungen erzeugen. Daher sollte im Vorfeld genau überlegt werden, ob unbedingt geflogen werden muss. Vielleicht lässt sich das Reiseziel auch mit dem Auto erreichen, was in den meisten Fällen deutlich weniger Stress bei Hunden verursacht. Denn der Halter kann, anders als bei einem Flug, immer Mal wieder Pausen einlegen, damit sich der Hund erleichtern und ein wenig bewegen kann.

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